Lavinia

2008-13
Skulpturen-Serie, Keramik, Engobe, verschiedene Größen.
Sculpture series, ceramics, engobe, various sizes.

Die Künstlerin Doris Bardong arbeitet mit zwei unterschiedlichen Linien-Konzepten: einerseits der Umrisslinie, die Formen definiert und abgrenzt, andererseits der freien Linie, die sich selbst genügt und als eigenständiges Element den Raum durchzieht.
Die Arbeiten sind zwischen figurativen und abstrakten Formen angesiedelt und zeigen Bänder und Schlaufen, die sich winden, überlagern und neue Binnenformen bilden, die an Urformen der Natur erinnern – den geschwungenen Strukturen von Pflanzen, den Wellenbewegung des Wassers oder das Wachstum organischer Gebilde.
Auch wenn sie leicht und spielerisch wirken, sind es doch klar durchdachte Kompositionen, die Kräfteverhältnisse ausloten und Gegensätze in ein spannungsreiches Verhältnis stellen. Die Künstlerin nutzt die Flexibilität des Tons, um ihre Linien körperlich erfahrbar zu machen und ihnen eine eigene Plastizität zu verleihen.



The artist Doris Bardong works with two distinct concepts of line: on the one hand, the outline, which defines and delineates forms; on the other hand, the free line, which is self-sufficient and traverses space as an independent element.
The works lie somewhere between figurative and abstract forms and feature ribbons and loops that twist, overlap, and form new internal shapes reminiscent of nature’s primordial forms—the curving structures of plants, the undulating motion of water, or the growth of organic structures.
Although they appear light and playful, they are clearly well-thought-out compositions that explore power dynamics and place opposites in a relationship full of tension. The artist uses the flexibility of clay to make her lines physically tangible and to give them a plasticity of their own.